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Sie sind hier: Startseite / Archiv für Bestattungen

Bestattungen

Urnenbeisetzung – Grabschmuck und Kleidung

03.11.2025 von Janet

Die Urnenbestattung wird in Deutschland immer beliebter und häufig wird sich dafür entschieden. Für die Angehörigen und Freunde ist die Urnenbeisetzung ein letzter, und wichtiger Schritt im Trauerprozess. Die Abschiednahme soll würde- und respektvoll erfolgen und kann daher einige Fragen mit sich bringen.

Was man zu einer Urnenbeisetzung mitbringen sollte erfahren Sie hier.

Im Folgenden gehen wir auf Grabschmuck, wie Trauerkranz, Trauergesteck und Trauerstrauß ein, und die angemessene Kleidung für eine Bestattung der Urne. 

Urnenbestattung und Blumen

Urnengrab - Wo lege ich die Blumen hin?

Da Blumen ein großer Bestandteil einer Bestattung sind, bringen viele Trauergäste einen Blumenstrauß mit. Nicht nur bei einer Beerdigung, sondern auch bei einer Urnenbestattung sind Blumen eine liebevolle Geste. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass ein Urnengrab kleiner ist, und somit große Blumenkränze weniger sinnvoll sind. Kleine Handsträuße oder einzelne Blumen eignen sich hier ideal. Während der Trauerrede können die Handsträuße und Blumen in Grabvasen aufbewahrt, und um das Urnengrab herum dekorativ platziert werden. Im Anschluss können die Blumen, je nachdem wie Sie es entscheiden und wie viel Platz im Grab ist, mit in das Grab oder am Ende der Trauerfeier auf das Grab gelegt werden.  

Grabschmuck bei der Urnenbeisetzung

Bei der Urnenbeisetzung haben Sie die Auswahl zwischen 3 unterschiedlichen Arten von Grabschmuck: dem Trauerkranz, dem Trauergesteck oder dem Trauerstrauß. Normalerweise bringen die engsten Familienmitglieder, oder Freunde einen Trauerkranz oder Trauergesteck mit. Manchmal schenken auch Nachbarn, Bekannte oder Vereine gemeinsam einen großen Kranz. Der Trauerkranz und das Trauergesteck können im Anschluss der Beerdigung auf den Grabhügel gelegt werden. 

Trauerkranz

Wie viel kostet ein Trauerkranz?

Der Trauerkranz ist der für Beerdigungen typische Blumenkranz. Die Blumen können nach persönlichen Vorlieben ausgewählt werden, und werden dann ringförmig zusammengesteckt. In der Mitte hat der Trauerkranz ein Loch. Zu dem Trauerkranz können Sie, wenn der Wunsch besteht, noch eine Trauerschleife mit liebe- und würdevollen Worten hinzufügen. 

Wie viel ein Trauerkranz kostet hängt von der Größe, den ausgewählten Blumen, und individuellen Wünschen wie zum Beispiel einer Trauerschleife ab. Hochwertige Trauerkränze können zwischen 70€ und 200€ liegen.  

Trauergesteck – Alternative zum Trauerkranz

Wie viel kostet ein Trauergesteck?

Das Trauergesteck, auch Grabgesteck genannt, ist eine alternative zum bekannten Trauerkranz. Der grundlegende Unterschied ist die Form des Gesteckes. Ein Trauerkranz ist, wie oben aufgeführt, immer ringförmig mit einem Loch in der Mitte. Das Trauergesteck hingegen hat eine geschlossene Form wie ein Herz oder ein Kreuz. Abseits der Form kann ein Trauergesteck genau wie ein Trauerkranz ganz individuell nach Ihren Wünschen gestaltet werden.  

Auch bei einem Trauergesteck ist der Preis abhängig von den Blumen, der Größe des Gesteckes, und den individuellen Wünschen wie einer Trauerschleife. Ähnlich wie bei einem Trauerkranz können die Preise bei einem Trauergesteck zwischen 70€ und 200€ variieren. 

Trauerstrauß Urnenbeisetzung

Trauerstrauß mit Schleife

Wie viel kostet ein Trauerstrauß?

Nahestehende Familienmitglieder, oder auch Vereine entscheiden sich oft für einen Trauerstrauß mit Schleife um dem Verstorbenen einen letzten, würdevollen Gruß zu hinterlassen, und ihre Anteilnehme an die Angehörigen auszudrücken. 

Der Preis von einem Trauerstrauß ist natürlich abhängig von der Größe des Straußes, der Auswahl der Blumen und ob eine Schleife mit letzten Worten gewünscht ist. Kleine Sträuße sind ab etwa 20 Euro erhältlich, wohingegen größere und aufwändigere Sträuße bis zu 80 Euro aufwärts gehen können.  

Wie kleide ich mich angemessen bei einer Urnenbeisetzung?

Traditioneller Weise wird an Beerdigungen und Urnenbeisetzungen schwarze und schicke Kleidung getragen. Doch ist der klassische Weg noch zeitgemäß? Im Zweifel kann man mit schwarzer Kleidung nichts falsch machen, aber besonders in Großstädten ist es nicht mehr erforderlich, sich an diesen Brauch zu halten.

Schwarze Kleidung bei Beerdigungen

Warum ist schwarz eine Trauerfarbe?

Der Ursprung für schwarze Kleidung an Beerdigungen ist nicht die Trauer, sondern der Wohlstand. Früher galt, dass gefärbter Stoff teurer war als unbehandelter Stoff, also grau oder beige. Der Sinn ist demnach, dass dem Verstorbenen die höchstmögliche Ehre zugewiesen wird – mit Ausdruck hochwertiger und feierlicher Kleidung.  

Trauerkleidung bei der Urnenbeisetzung

Outfitwahl bei der Urnenbeisetzung in 2024

Heutzutage entscheiden sich die meisten Menschen weiterhin für schlichte und schwarze Kleidung. Grundlegend ist es allerdings vollkommen in Ordnung, wenn die Kleidung schlicht und gedeckt ist. Das heißt Farbtöne wie dunkelblau oder anthrazit und ohne auffällige Muster sind gängig und akzeptiert. Tiefe Ausschnitte, und kurze Röcke, sowie Hosen sollten vermieden werden. Die Männer können ganz klassisch einen (dunklen) Anzug mit (weißem) Hemd und dunklen Schuhen wählen. Frauen hingegen können zwischen Rock, Kleid, oder Stoffhose wählen und ihr Outfit mit schlichten Accessoires wie zum Beispiel einem Hut oder Tuch ergänzen. 

Outfitwünsche des Verstorbenen

Es gibt immer mehr Menschen die vor ihrem Tod ausdrücklich Wünsche bezüglich der Kleidung auf ihrer Beerdigung äußern. Der Trend geht dahin, dass sich oftmals gewünscht wird farbenfroh, oder in dem Lieblingsoutfit jedes Einzelnen zu erscheinen. Diesem Wunsch sollte unbedingt nachgekommen werden, um den Abschied würde- und respektvoll gestalten zu können. 

Lesen Sie weiter:

Ablauf einer Urnenbeisetzung

Grabsteine – Alles was Sie wissen müssen

Blumensymbolik

Wo kann ich eine Urne beisetzen?

Bestattungskosten: Was ist günstiger – Urne oder Sarg?

15.10.2025 von Janet

Über das Thema Bestattungskosten spricht niemand gern – und doch betrifft es uns alle früher oder später. Denn der Tod gehört zum Leben, so schwer das auch fällt. Wenn ein Angehöriger stirbt, kommt zur Trauer oft auch eine große finanzielle Belastung auf die Hinterbliebenen zu. In einem ohnehin schweren Trauerfall stehen plötzlich Fragen im Raum wie: Was kostet eine Beerdigung? Welche Bestattungsart ist günstiger – Urne oder Sarg? Und worauf muss ich bei den Angeboten der Bestattungsunternehmen achten?

Viele Menschen machen sich erst Gedanken, wenn der Ernstfall eintritt – dabei lassen sich mit etwas Vorsorge schon zu Lebzeiten nicht nur Kosten, sondern auch Unsicherheiten vermeiden.

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen klaren Überblick über die wichtigsten Faktoren, Kostenpunkte und Möglichkeiten – damit Sie am Ende die richtige Entscheidung treffen können. Und das mit einem sicheren Gefühl, für den verstorbenen Menschen das Beste getan zu haben.

Bestattungsarten im Vergleich: Feuer- oder Erdbestattung?

Wenn es um die Bestattung eines geliebten Menschen geht, stehen Angehörige oft vor einer wichtigen Entscheidung: Soll es eine klassische Erdbestattung mit Sarg sein oder eine Feuerbestattung mit Urne? Beide Formen haben ihre Besonderheiten – emotional, organisatorisch und natürlich auch in Bezug auf die Kosten. Wer frühzeitig Bescheid weiß, kann in einem Todesfall gezielter handeln, besser vergleichen und unnötige Belastungen vermeiden.

Erdbestattung: Die traditionelle Form

Die Erdbestattung gilt in Deutschland als die klassische Bestattungsform. Der verstorbene Mensch wird in einem Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Diese Form ist mit festen Pflichten verbunden, etwa der Grabpflege durch einen Friedhofsgärtner und oft höheren Friedhofsgebühren. Auch ein Grabstein gehört dazu – ein zusätzlicher Kostenfaktor, der sich auf die Gesamtkosten der Beerdigung auswirkt. Besonders in Städten mit hohem Flächenbedarf können die Beerdigungskosten schnell in die Höhe schießen.

Feuerbestattung: Flexibler und oft günstiger

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene zunächst eingeäschert. Die Asche wird anschließend in einer Urne beigesetzt – auf einem Friedhof, im Wald, auf See oder in anonymen Grab. Diese Variante ist oft günstiger, weil sie unter anderem weniger Fläche beansprucht, kein Grabstein notwendig ist und einen geringeren Verwaltungsaufwand mit sich bringt. Auch die Grabpflege entfällt bei manchen Beisetzungen komplett. Wer eine eher schlichte Bestattung wünscht oder wenig Geld zur Verfügung hat, findet hier häufig eine passende Lösung.

Welche Bestattung passt zu Ihrem Fall?

Beide Bestattungsarten bieten individuelle Möglichkeiten, doch auch die Kosten für den Bestatter, die Organisation der Trauerfeier, Bestatterleistungen und Extra-Kosten unterscheiden sich. Im nächsten Abschnitt zeigen wir Ihnen konkret, was eine Beerdigung mit Sarg kostet – damit Sie gut vorbereitet in Gespräche mit dem Bestatter gehen können.

Bestattungskosten, Friedhof mit Gräbern

Was kostet eine Beerdigung mit Sarg?

Die Entscheidung für eine Erdbestattung bringt nicht nur emotionale, sondern auch finanzielle Aspekte mit sich. Wer sich für diese Bestattungsart entscheidet, sollte die damit verbundenen Kosten gut kennen – denn hier kommen viele einzelne Posten zusammen. Damit Sie wissen, was auf Sie zukommt, zeigen wir Ihnen die wichtigsten Faktoren im Überblick.

Der Sarg: Zentrum der Erdbestattung

Der Sarg ist nicht nur ein Symbol der Würde, sondern auch ein erheblicher Kostenfaktor. Die Preise reichen je nach Material und Ausführung von wenigen hundert bis mehreren tausend Euro. Ein schlichter Kiefernsarg ist günstiger als ein Modell aus hochwertigem Eichenholz mit aufwendiger Ausstattung. Viele Bestatter bieten verschiedene Varianten zur Auswahl – lassen Sie sich am besten mehrere Angebote zeigen.

Friedhofsgebühren und Grabkosten

Ein weiterer Kostenpunkt sind die Friedhofsgebühren. Diese variieren stark je nach Region und Art der Grabstätte. Für ein Wahlgrab mit Grabstein und dauerhaftem Friedhofsgärtner-Service fallen deutlich höhere Gesamtkosten an als für ein Reihengrab ohne Zusatzleistungen. Denken Sie daran: Auch die Grabpflege kann über Jahre hinweg zusätzliche Kosten verursachen – besonders wenn Sie weiter entfernt wohnen und sich nicht selbst darum kümmern können.

Trauerfeier und zusätzliche Leistungen

Zur klassischen Beerdigung gehört meist eine Trauerfeier – mit Musik, Blumenschmuck, eventuell einem Trauerredner und einer Bewirtung der Trauergäste. Auch hier unterscheiden sich die Angebote der Bestattungsunternehmen deutlich. Die Organisation übernimmt in der Regel der Bestatter, wobei jede zusätzliche Leistung den Endpreis erhöht. Lassen Sie sich am besten eine transparente Liste aller Bestatterleistungen und Extra-Kosten geben, um die Beerdigungskosten besser vergleichen zu können.

Eine Beerdigung mit Sarg ist emotional kraftvoll – aber sie hat ihren Preis. Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf die Urnenbestattung und schauen, ob diese Form wirklich günstiger ist.

Was kostet eine Urnenbestattung?

Wenn Sie eine Beerdigung planen und dabei auf die Kosten achten müssen, kann eine Urnenbestattung eine sinnvolle Alternative zur klassischen Erdbestattung sein. Diese Form der Bestattung wird in Deutschland immer beliebter – und das hat neben persönlichen Gründen auch mit dem Geldbeutel zu tun. Doch wie setzen sich die Gesamtkosten bei dieser Bestattungsart eigentlich zusammen?

Die Einäscherung: Der erste Schritt bei der Feuerbestattung

Im Gegensatz zur klassischen Sargbeisetzung beginnt eine Feuerbestattung mit der Einäscherung des verstorbenen Menschen. Diese erfolgt im Krematorium und verursacht Kosten, die je nach Region und Bestatter unterschiedlich hoch ausfallen – im Durchschnitt liegen sie bei etwa 300 bis 600 Euro. Hinzu kommen Pflichtleistungen wie die zweite Leichenschau vor der Kremation, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Kosten sind also unabhängig davon, wie schlicht oder aufwendig die spätere Beisetzung ausfällt.

Urne, Grab und Beisetzungsort

Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen in einer Urne beigesetzt – dabei gibt es viele Möglichkeiten: auf dem Friedhof, in einem Urnenhain, im Ruheforst oder sogar auf See. Je nach Beisetzungsort fallen unterschiedliche Friedhofsgebühren oder Grabnutzungsentgelte an. Besonders günstig sind anonyme Urnengräber oder Beisetzungen im Wald, da hier keine Grabpflege anfällt. Auch die Urnen selbst gibt es in ganz verschiedenen Preisklassen – von schlichten Modellen bis hin zu individuell gestalteten Stücke.

Trauerfeier ja oder nein?

Viele Menschen entscheiden sich bei einer Urnenbestattung für eine spätere Trauerfeier – etwa bei der eigentlichen Beisetzung oder zu einem späteren Zeitpunkt mit der Trauergemeinde. Ob mit Trauerredner, Musik oder schlichter Zeremonie: Auch hier variieren die Angebote der Bestattungsunternehmen. Sie bestimmen selbst, wie persönlich und aufwendig es werden soll – und damit auch, wie hoch die Bestattungskosten am Ende sind.

Günstig heißt nicht würdelos: Worauf es bei der Auswahl ankommt

Wenn vom Sparen bei der Bestattung die Rede ist, schwingt oft ein ungutes Gefühl mit. Schließlich soll der verstorbene Mensch in Würde verabschiedet werden. Aber: Eine günstige Bestattung bedeutet nicht automatisch eine lieblose oder anonyme Beerdigung. Mit der richtigen Planung und den passenden Angeboten lässt sich eine respektvolle, persönliche Beisetzung gestalten – auch ohne großes Budget.

Auf die Details kommt es an

Ob mit Urne oder Sarg, auf dem Friedhof oder im Wald – was zählt, ist, dass die Bestattungsform zum Menschen passt, den Sie verabschieden. Kleine Gesten wie selbst geschriebene Reden, ein Lieblingslied oder Fotos können mehr Trost spenden als teurer Blumenschmuck. Auch ein selbst organisiertes Kaffeetrinken im Anschluss an die Trauerfeier kann persönlicher wirken als eine große Veranstaltung mit vielen Unbekannten.

Vorsorge bringt Sicherheit – und spart Geld

Eine gute Möglichkeit, die Bestattungskosten im Griff zu behalten, ist eine frühzeitige Bestattungsvorsorge. Wer zu Lebzeiten regelt, wie die Beerdigung aussehen soll, entlastet die Angehörigen emotional und finanziell. Viele Bestatter bieten dazu ausführliche Beratung und passende Leistungen an. So behalten Sie die Kosten im Blick – und haben die Sicherheit, dass im Todesfall alles nach Ihren Vorstellungen abläuft.

Kurz gesagt: Eine würdevolle Beerdigung muss kein Vermögen kosten. Es geht vor allem darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen – und das mit Herz, Verstand und einem klaren Überblick über die Faktoren, die wirklich zählen.

Zusätzliche Kostenfaktoren, die man leicht vergisst

Bei der Planung einer Bestattung schaut man oft zuerst auf die offensichtlichen Kosten: Sarg oder Urne, Friedhofsgebühren, Bestatterleistungen. Doch es gibt eine ganze Reihe an Extra-Kosten, die im ersten Moment gern übersehen werden – und die am Ende die Gesamtkosten ordentlich nach oben treiben können. Damit Sie den vollen Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengetragen.

Diese Posten sollten Sie mit einplanen:

  • Traueranzeigen in Zeitung oder online
    Oft teurer als gedacht – je nach Region und Gestaltung schnell mehrere hundert Euro.
  • Blumen und Dekoration
    Von schlichter Urnenschale bis opulentem Sargschmuck – der Spielraum ist groß.
  • Musikalische Begleitung oder Trauerredner
    Persönlich und bewegend, aber nicht kostenlos.
  • Kaffeetafel nach der Trauerfeier
    Besonders bei größeren Trauergemeinden ein relevanter Kostenfaktor.
  • Dokumente und Verwaltungsgebühren
    Zum Beispiel für die Sterbeurkunde, Friedhofsgenehmigung oder zweite Leichenschau bei der Feuerbestattung.
  • Überführungskosten
    Innerhalb Deutschlands oft im Angebot enthalten, bei längeren Strecken oder ins Ausland wird es teurer.

Unser Tipp: Sprechen Sie alle Leistungen im Vorfeld mit dem Bestatter durch und lassen Sie sich eine vollständige Kostenübersicht geben. So vermeiden Sie unerwartete Ausgaben, behalten im Trauerfall die Kostenkontrolle und können sich auf wichtigere Dinge konzentrieren.

Unterm Strich: Urne oder Sarg – was ist günstiger?

Wenn wir die Zahlen, Leistungen und Faktoren nebeneinanderlegen, ergibt sich eine klare Antwort: In den meisten Fällen ist die Bestattung mit Urne günstiger als die mit Sarg. Das liegt vor allem an niedrigeren Friedhofsgebühren, geringeren Anforderungen an das Grab sowie der Möglichkeit, auf aufwendige Grabpflege zu verzichten. Auch die Kosten für den Bestatter fallen bei einer Feuerbestattung oft geringer aus.

Aber – und das ist wichtig: Die Wahl der Bestattungsform sollte nicht nur vom Geld abhängen. Ob Urne oder Sarg – die Entscheidung sollte auch zur Persönlichkeit des verstorbenen Menschen und zu den Wünschen der Angehörigen passen. Manchmal zählt eben mehr das Gefühl als der Preis.

Unser Tipp: Holen Sie mehrere Angebote ein, vergleichen Sie die Bestattungsunternehmen in Ihrer Region und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Denn gute Bestattungen beginnen mit einem ehrlichen Gespräch – und enden mit einem würdevollen Abschied.

FAQ – Häufige Fragen rund um Bestattungskosten, Urne und Sarg

Zum Thema Bestattung tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf – besonders dann, wenn man sich zum ersten Mal mit einem Todesfall oder der eigenen Bestattungsvorsorge beschäftigt. Damit Sie einen noch besseren Überblick haben, beantworten wir hier die häufigsten Fragen, die uns rund um Bestattungsarten, Kosten und Organisation gestellt werden.

Welche Bestattungsart ist am günstigsten?

In der Regel ist die Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung die kostengünstigste Form. Besonders anonyme oder naturnahe Beisetzungen sparen Friedhofsgebühren und Pflegekosten.

Was kostet ein Sarg im Durchschnitt?

Ein einfacher Sarg kostet ab ca. 500 €, hochwertige Modelle mit Innenausstattung können aber deutlich teurer sein – je nach Material und Verarbeitung.

Wie viel kostet eine Urne?

Schlichte Urnen beginnen bei rund 80 €, während individuell gestaltete Varianten mehrere hundert Euro kosten können.

Welche Kosten übernimmt das Sozialamt bei einer Sozialbestattung?

Wenn die Hinterbliebenen nicht zahlungsfähig sind, kann das Sozialamt im Rahmen der Pflicht zur Bestattung für die notwendigen Kosten aufkommen. Wichtig: Ein Antrag muss rechtzeitig gestellt werden.

Was sind typische „versteckte“ Kosten bei einer Bestattung?

Häufig vergessen werden Traueranzeigen, Überführungen, Musik, Trauerredner, Blumenschmuck oder die Kaffeetafel. Auch Gebühren für Dokumente können anfallen.

Kann ich die Bestattungskosten steuerlich absetzen?

Unter bestimmten Bedingungen, z. B. wenn die Erbmasse nicht ausreicht, lassen sich Bestattungskosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Wie finde ich ein seriöses Bestattungsunternehmen?

Achten Sie auf transparente Angebote, vollständige Leistungsübersichten und persönliche Beratung. Ein gutes Bestattungsunternehmen nimmt sich Zeit – und keine Gebühren fürs Nachfragen.

Neues Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz: Mehr Freiheit für die letzte Ruhe

15.10.2025 von Janet

Nach mehr als 40 Jahren soll das Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz umfassend modernisiert werden – ein Schritt, den viele Expertinnen und Experten schon lange gefordert haben. Die bisherigen Regeln rund um die Friedhofspflicht, die Art der Beisetzung und die zulässigen Bestattungsformen gelten als nicht mehr zeitgemäß. Die Gesellschaft hat sich stark verändert: Heute entscheiden sich rund 80 Prozent aller Menschen für eine Einäscherung. Viele von ihnen wünschen sich, dass die letzte Ruhe nicht anonym auf einem Friedhof, sondern individuell nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden darf. Genau hier setzt die geplante Reform an – und sie könnte den Angehörigen schon bald deutlich mehr Freiheit geben.

Bestattungsverfügung

Ihre Bestattungsverfügung für Rheinland Pfalz

Abschaffung der Friedhofspflicht: Bestattung im Garten oder im Fluss

Einer der größten Veränderungen ist die geplante Lockerung der Friedhofspflicht. Bislang mussten Urnen zwingend auf einem Friedhof beigesetzt werden. Künftig soll es möglich sein, die Urne mit der Asche einer verstorbenen Person auch im eigenen Garten oder in großen Flüssen wie Rhein, Mosel, Lahn oder Saar beizusetzen. Für viele Familien bedeutet das: Abschied nehmen an einem Ort, der für die verstorbene Person eine besondere Bedeutung hatte – sei es der Garten hinter dem Haus oder der Fluss, an dem sie gerne spazieren gegangen ist.

Für die Bestattungskultur in Rheinland-Pfalz ist dies ein echter Paradigmenwechsel. Bislang galt die Vorstellung, dass Trauer immer an einem öffentlichen Ort – dem Friedhof – stattfinden müsse. Nun öffnet sich der Raum für persönlichere Rituale.

Religiöse Vielfalt: Muslimische Bestattung im Seidentuch

Auch die kulturelle und religiöse Vielfalt wird endlich stärker berücksichtigt. Besonders für muslimische Familien war es bislang schwierig, ihre Traditionen zu wahren. Eine muslimische Bestattung im Seidentuch war nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Mit dem neuen Gesetz soll dies nun ohne zusätzliche Hürden erlaubt werden.

Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Integration und Respekt vor unterschiedlichen Bestattungstraditionen. Es zeigt, dass Rheinland-Pfalz bereit ist, sich den Bedürfnissen einer vielfältigen Gesellschaft zu öffnen. Für Angehörige bedeutet das nicht nur weniger Bürokratie, sondern auch die Möglichkeit, die letzte Ruhe so zu gestalten, wie es dem Glauben und den Wünschen der verstorbenen Person entspricht.

Neues Bestattungsgesetz - Mehr Raum für individuelle Wünsche

Das neue Bestattungsgesetz stellt die individuellen Wünsche in den Mittelpunkt. Individuelle Bestattung statt Standard – das ist die Zukunft. Ob das Verstreuen der Asche unter dem Lieblingsbaum, eine Flussbestattung mit besonderem Ritual oder eine personalisierte Urne, die das Leben der verstorbenen Person widerspiegelt: alles soll möglich sein.

Studien von Trauerforscherinnen zeigen, dass Angehörige besser mit Verlust und Trauer umgehen können, wenn die letzten Wünsche respektiert werden. Für viele Familien ist es eine große Erleichterung, nicht nur zwischen „Sarg oder Urne“ wählen zu müssen, sondern eine Beisetzung zu gestalten, die sich wirklich richtig anfühlt.

Praktische Hilfe: Bestattungsverfügung zum Ausfüllen

Wer sich frühzeitig mit den eigenen Wünschen auseinandersetzen möchte, kann dies ganz einfach mit einer Bestattungsverfügung tun. Wir haben ein kostenloses PDF-Dokument erstellt, das nach den geplanten Änderungen des Bestattungsgesetzes Rheinland-Pfalz 2025 gestaltet ist. Dort können Sie ankreuzen, ob Sie zum Beispiel eine Gartenbestattung, eine Flussbestattung in Rhein, Mosel, Lahn oder Saar oder eine muslimische Beisetzung im Seidentuch wünschen. Das Formular ist leicht verständlich aufgebaut und bietet Angehörigen im Ernstfall klare Orientierung.

Bestattungsverfügung 2025

Chancen und Bedenken: Kirche warnt vor Privatisierung der Trauer

Natürlich stößt das neue Gesetz nicht nur auf Zustimmung. Besonders die katholische Kirche äußert Kritik. Sie warnt davor, dass durch private Bestattungen im Garten oder verstreute Asche in Flüssen öffentliche Trauerorte verloren gehen könnten. Damit drohe die Privatisierung der Trauer und der Wegfall von allgemein zugänglichen Orten, an denen Menschen gemeinschaftlich Abschied nehmen und Erinnerungen pflegen können.

Gleichzeitig erkennt die Kirche auch positive Aspekte an – vor allem die Möglichkeit, sogenannte Sternenkinder (totgeborene Kinder unter 500 Gramm) offiziell zu bestatten. Für viele Eltern ist dieser Schritt wichtig, um ihre Trauer besser verarbeiten zu können.

Wann tritt das neue Bestattungsgesetz in Kraft?

Noch ist unklar, wann genau der Landtag die Reform verabschiedet und wann das neue Bestattungsgesetz Rheinland-Pfalz 2025 in Kraft treten wird. Anfang September 2025 soll über den Gesetzesentwurf final entschieden werden.

Für Angehörige bedeutet das: Schon bald könnten neue Möglichkeiten Realität werden. Wer sich rechtzeitig informiert und vorbereitet, kann sicherstellen, dass die Wünsche der Verstorbenen respektiert werden – sei es eine Gartenbestattung oder eine Flussbestattung.

Fazit: Bestattungskultur im Wandel – und wir gestalten mit

Die geplante Reform des Bestattungsgesetzes in Rheinland-Pfalz bringt nicht nur mehr Freiheit, sondern auch neue Verantwortung. Hinterbliebene können sich stärker an den Wünschen ihrer Verstorbenen orientieren, kulturelle Vielfalt wird respektiert und innovative Formen der Erinnerung werden möglich.

Für uns als Urnen-Onlineshop ist das eine einmalige Chance, Menschen in dieser emotionalen Lebensphase mit passenden Produkten zu begleiten – sensibel, individuell und immer im Bewusstsein, dass Trauer ein sehr persönlicher Prozess ist.

Wer also eine Urne kaufen möchte, die nicht nur praktisch ist, sondern ein echtes Symbol der Erinnerung, findet in unserem Shop bereits heute die passenden Angebote – und in Zukunft noch mehr Auswahl, passend zu den neuen Freiheiten der modernen Bestattungskultur.

Quelle: Landtag Rheinland-Pfalz

Was schreibe ich in eine Trauerkarte?

11.10.2025 von Daniel Mack

Was ist eine Trauerkarte?

Eine Trauerkarte, auch Kondolenz- oder Beileidskarte genannt, drückt Ihr herzlichstes Beileid aus. Sie soll den Angehörigen des / der Verstorbenen das Gefühl geben, dass sie trotz Verlust nicht alleine sind. Eine Trauerkarte soll Trost und Anteilnahme schenken. Zudem kann auch Unterstützung und Hilfe mit einer Trauerkarte angeboten werden. Durch ihren Ausdruck von Trauer, und Beileid helfen Sie den Betroffenen über den ersten Schmerz und Schock hinweg. Mit der Trauerkarte kann ein guter Mittelweg zwischen persönlichem Besuch und Nachricht mit dem Smartphone gefunden werden sein herzliches Beileid auszudrücken.

Wann schreibe ich eine Trauerkarte?

Idealerweise schreiben und versenden Sie die Trauerkarte unmittelbar nachdem Sie von dem Verlust erfahren haben. Erreicht die Beileidskarte die Hinterbliebenen zu spät, kann genau das Gegenteil vom eigentlichen Sinn der Karte eintreten und Wunden werden wieder aufgerissen. Der schmerzhafte Verlust wird erneut spürbar durchlebt und als sehr aufwühlend empfunden werden.

Wie viel Geld lege ich in die Trauerkarte?

Geld in Trauerkarte bei Urnenbeisetzung

In einigen Regionen in Deutschland ist es üblich, Geld mit in die Trauerkarte zu legen. Das Geld soll als kleine finanzielle Unterstützung für Blumenschmuck oder die Grabpflege angesehen werden. Doch wie viel Geld ist angebracht in eine Trauerkarte für Blumenschmuck zu legen? In diesem Fall sind 20 bis 50 Euro angemessen. Es gilt, je näher Sie dem / der Verstorbenen waren, desto mehr können Sie geben. Sind Sie sich nicht sicher, ob es in Ihrer Region üblich ist, Geld mit in die Trauerkarte zu legen, können Sie einen kleinen Vermerk, wie zum Beispiel „Für Blumen“, zu der Spende machen. Es ist auch ganz egal, ob die verstorbene Person mit einer Sargbestattung oder einen Urnenbeisetzung verabschiedet wird. Die Trauerkarte und der Inhalt bleibt der gleiche.

Was schreibe ich in eine Trauerkarte?

Wie finde ich die richtigen Worte für die Trauerkarte?

Jeder Todesfall schmerzt und es ist vor allem ein Schmerz von Trauer für die Person, die der Person sehr nahe gestanden ist. Es sind zudem sehr viele Wege zu erledigen und genau jene Anstrengungen, die man eigentlich gar nicht braucht, kommen auch noch zu einer sehr ungünstigen Zeit. Wenn man von einem Trauerfall in der Familie erfährt, weiß man aber auch nicht so Recht wie man darauf reagieren sollte. Meist fühlt man sich so, als würde man die trauernde Person unter Umständen mit einem Anruf nur belästigen. Man will sich nicht aufdrängen und entscheidet sich letztlich dazu, vorab eine Trauerkarte zu versenden. Bei der Auswahl der Trauerkarten stehen der Person durchaus Angebote zur Verfügung, die das Verfassen der Karte leichter machen lässt.

Es ist meist ohnedies schwierig genug, eine solche Karte nur zu signieren. Immerhin nimmt man damit auch indirekt Abschied von einer sehr geliebten Person, die man unter Umständen auch ein ganzes Leben lang selbst gekannt und schöne Momente erlebt hat. Urnen online kaufen ist mittlerweile schon einfach geworden, das gleiche gilt jetzt auch für Trauerkarten. Bei der Auswahl der richtigen Karte ist aber der passende Anbieter zumindest so weit behilflich, dass die richtigen Wörter gefunden werden können. Als Anbieter wird nach den richtigen Wörtern gesucht, die situationsbezogen perfekt klingen.

Texte für Trauerkarten

Der richtige Anbieter solcher Karten fragt sich natürlich immer, was in dieser Situation beruhigend einwirken kann. Viel zu leicht kann man etwas Falsches sagen und es wird gerade in diesen Situationen sehr oft falsch aufgefasst. Man fragt sich vor allem, was beruhigend wäre zu hören. Man sorgt sich daher sehr darum, das Falsche zu sagen. Aber auch wenn es nicht einfach ist, ist es wichtig, ohne Hochmut und sehr viel Einfühlungsvermögen seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Darin liegt nämlich genau der Sinn einer solchen Karte. Diese Worte können den Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren, nicht wegnehmen, aber sie können einen großen Teil dazu beitragen, einer trauernden Person zu helfen, sich geliebt und unterstützt zu fühlen.

Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass man in dieser Situation niemals die perfekte Lösung finden kann. Es können demnach auch niemals die richtigen Worte gefunden werden. Viel wichtiger ist es daher auch, dass man keinesfalls die falschen Worte verwenden darf, die im Gedächtnis bleiben könnten.

Persönliche Meinung der Autorin:

Erfahrungsgemäß ist der beste Weg, sich in sein Gegenüber hinein zu versetzen. Beim Schreiben der Trauerkarte zu überlegen “was würde ich in dieser Situation hören wollen?”, “welche Worte könnten mir helfen?”

Setzten Sie sich nicht unter Druck beim Schreiben einer Trauerkarte. Die Karte sollte auf jeden Fall empathisch und würdevoll geschrieben sein, aber oftmals sind nicht die genauen Worte ausschlaggebend, sondern die Geste, dass eine Karte von Ihnen angekommen ist, ist entscheidend!

Lesen Sie weiter:

  • Vorsorge für den eigenen Todesfall
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Darf man eine Urne öffnen?

21.09.2025 von Daniel Mack

Nach der Kremation wird die Asche in eine Aschekapsel gefüllt und direkt an den Bestatter übergeben. Für die Beisetzung wird diese Aschekapsel in der Regel in eine Schmuckurne gelegt. Ob man die Urne nochmal öffnen darf, hängt von einigen Faktoren ab. Ebenso wie lange es dauert, bis sich Urnen im Erdreich zersetzen. In dem folgenden Artikel widmen wir uns diesem Thema.

Auch interessant: Urne mit nach Hause nehmen – Erlaubt in 2024?

Der Zweck einer Urne

Bevor wir uns der Frage widmen, ob man eine Urne öffnen darf, sollten wir klären, wofür Urnen überhaupt gut sind. Fast jeder Mensch weiß, dass eine Urne die Asche eines verstorbenen Menschen oder Tieres beinhaltet. Doch warum ist das eigentlich so?

Schon in der römischen Antike wurden Situlen als frühe Form der Urnen eingesetzt. Dabei handelte es sich um ein metallenes Gefäß, ähnlich einer großen Vase, mit reichlich eingravierten Verzierungen. Doch auch noch früher, in der Jungsteinzeit um die 2500 v. Chr., wurden Urnen als Bestattungsgefäß genutzt. Die Feuerbestattung war damals gang und gäbe. Und so wurde die Bestattungsurne auch als Behälter für die Asche des Verstorbenen eingesetzt. Bekannt sind hier vor allem die pommerellischen Gesichtsurnen oder die Hausurnen in Form von Rundhäuschen und Viereckhütten.

Auch interessant:  Urnenbestattung wie in der Steinzeit

Wann darf man eine Urne öffnen?

Entscheidend dafür ist der Zeitpunkt. Der Bestatter darf die Urne vor der Beisetzung öffnen, auch wenn die Aschekapsel schon enthalten ist. Das ist zum Beispiel üblich, um einen Abschiedsbrief oder ein anderes Erinnerungsstück mit ins Grab zu geben. Zwischen der Aschekapsel und der eigentlichen Urne ist noch Platz für Kleinigkeiten. Im Allgemeinen wird die Aschekapsel jedoch im Krematorium versiegelt und nicht mehr vom Bestatter geöffnet werden. Falls die Aschenkapsel nicht in die Schmuckurne passt (Öffnung zu klein, Form der Urne nicht passend etc) kann der Bestatter die Asche in ein so genanntes Aschesäckchen aus Baumwolle umfüllen und dieses in die Schmuckurne legen.  /theme_text_element]
Aschekapsel mit Deckel
– Aschekapsel mit Siegeldeckel –

In Deutschland herrscht Friedhofspflicht, das heißt, dass die Toten auf einem Friedhof beigesetzt werden müssen. Daher ist es nicht möglich, nach der Beisetzung die Urne nochmals zu öffnen. Ausnahmen stellen hier natürlich polizeiliche Ermittlungen dar. Lesen Sie hier weiter wenn Sie mehr über das neue Bestattungsgesetz, und seine neuen Möglichkeiten, in Rheinland-Pfalz erfahren möchten.

Zersetzen sich Bio-Urnen nach einiger Zeit?

Die Frage nach der Zersetzungszeit einer Urne hängt von dem Material der Urne ab. Eine Metallurne zersetzt sich viel langsamer, als eine Bio-Urne oder eine Urne für die Seebestattung. In der Regel werden in Deutschland Urnen aus Holz oder Bio-Urnen verwendet. Bio-Urnen bestehen meistens aus 100 % Biomaterial auf Holzbasis und sind sehr ökologisch. Auf speziellen Waldfriedhöfen sind solche Bio-Urnen daher ausdrücklich gewünscht!

Auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine Rolle beim Zerfallsprozess. Lockere, sandige Böden beispielsweise begünstigen den Zerfall eher, als schwere, lehmige Böden. Allgemein kann man die Spanne des Zerfallsprozesses einer Bio-Urne auf 3 bis 15 Jahre setzen. Daher ist die gesetzliche Ruhezeit einer Urne auch 10 bis 25 Jahre – je nach Bundesland und Friedhof.

In Berlin beträgt die gesetzliche Ruhezeit eines Urnengrabes beispielsweise 20 Jahre. Ebenso in Köln, Stuttgart oder Dortmund. München veranschlagt teilweise nur 10 Jahre. In Hamburg, Bochum und Essen sind es derzeit 25 Jahre.

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Die richtige Urne: Kosten im Überblick

21.09.2025 von Daniel Mack

Die Auswahl einer Urne ist ein Thema, mit dem sich viele Menschen erst im Ernstfall beschäftigen – dabei kann eine gute Vorbereitung helfen, in einer schweren Zeit klare Entscheidungen zu treffen. Ob einfache Bio-Urne, klassische Keramik oder aufwendig gestaltete Schmuckurne: Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Preise können stark variieren. In Deutschland gehört die Urnenbestattung inzwischen zu den häufigsten Bestattungsformen – vor allem wegen ihrer Flexibilität und vergleichsweise niedrigen Kosten im Vergleich zur klassischen Sargbestattung.

Urne Blumen Beerdigung

Welche Faktoren beeinflussen den Preis einer Urne?

Die Preise für Urnen können je nach Ausstattung und Gestaltung sehr unterschiedlich ausfallen. Ein zentraler Faktor ist das Material: Urnen aus Holz, Keramik oder Metall kosten in der Regel mehr als einfache, biologisch abbaubare Urnen aus Papier, Sand oder Flüssigholz. Auch die Form, Verarbeitung und das Design spielen eine große Rolle – handgefertigte oder individuell bemalte Schmuckurnen sind teurer als schlichte Standardmodelle.

Zudem beeinflusst die gewählte Bestattungsart die Auswahl und den Preis. Für eine klassische Urnenbeisetzung auf dem Friedhof benötigen Sie oft robuste Modelle, während für eine Naturbestattung im Wald spezielle abbaubare Urnen vorgeschrieben sind. Wenn Sie sich eine Beisetzung in einer Urnenwand wünschen, gelten wiederum andere Voraussetzungen.

Auch die Frage, ob Sie eine Urne über einen Bestatter, direkt beim Krematorium oder online über einen Katalog beziehen, kann den Preis beeinflussen. Hier lohnt sich ein Vergleich verschiedener Angebote. Letztlich sollten Sie bedenken: Neben den Kosten für die Urne selbst kommen meist noch weitere Bestattungskosten, etwa für die Einäscherung, Überführung, die Nutzung der Trauerhalle, die Verwaltung, Friedhofsgebühren oder Grabpflege hinzu. Eine transparente Übersicht hilft Ihnen und Ihren Angehörigen, den Überblick zu behalten.

Was kostet eine Urne durchschnittlich?

Wenn Sie sich für eine Feuerbestattung entscheiden, ist die Urne ein zentraler Bestandteil der Bestattung – schließlich bewahrt sie die Asche des Verstorbenen würdevoll auf. Die Preise für Urnen können dabei stark variieren. Günstige Modelle beginnen bereits ab etwa 100 Euro, während aufwendig gestaltete Künstler- oder Schmuckurnen mehrere Hundert Euro kosten können. Im Schnitt sollten Sie mit 150 bis 300 Euro für eine qualitativ solide Urne rechnen. Entscheidend ist, welche Form, welches Material und welche Art der Beisetzung geplant ist. Auch der Ort der Bestattung – sei es auf einem klassischen Friedhof, in einer Urnenwand oder in einem Bestattungswald – beeinflusst die Anforderungen und somit auch die Kosten.

Günstige Urnen: Würdevolle Optionen zu fairen Preisen

Nicht jeder Abschied muss teuer sein, um persönlich und respektvoll zu sein. Gerade bei einer Urnenbeisetzung ohne großen Zeremoniell, etwa bei einer anonymen Bestattung, greifen viele Menschen zu günstigen Urnenvarianten. Besonders beliebt sind hier Bio-Urnen, die oft aus Papier, Karton oder Flüssigholz bestehen. Sie sind biologisch abbaubar und damit ideal für eine Beisetzung im Wald oder im Rahmen einer naturnahen Bestattungsform.

Preislich bewegen sich diese Modelle meist zwischen 100 und 150 Euro. Trotz des günstigen Preises bieten sie häufig die Möglichkeit zur Personalisierung – etwa durch ein integriertes Malset. Die Auswahl ist größer, als viele denken. Wer online schaut oder einen modernen Bestatter wählt, findet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gerade für Menschen, denen eine schlichte, umweltfreundliche Form der Bestattung wichtig ist, sind diese Modelle eine passende Wahl.

Designer- und Künstlerurnen: Wenn Individualität gefragt ist

Wenn Sie dem Verstorbenen mit einer besonders individuellen Urne ein ganz persönliches Andenken schaffen möchten, könnten Künstlerurnen oder handgefertigte Designerstücke genau das Richtige sein. Diese Urnen sind oft echte Unikate – mit Liebe zum Detail bemalt und mit symbolhaften Motiven versehen.

Hier ist jedoch auch mit deutlich höheren Kosten zu rechnen: Zwischen 250 und 500 Euro, manchmal auch mehr, sollten Sie einplanen. Die Asche des Verstorbenen wird in einem Stück aufbewahrt, das nicht nur Behälter, sondern auch Ausdruck von Persönlichkeit ist. Beliebt sind etwa Graffiti-Urnen, moderne Formen aus Flüssigholz mit goldenen Ornamenten oder Marmorurnen.

Diese Varianten eignen sich besonders für eine sichtbarere Urnenbeisetzung, z. B. in einer Urnenwand, auf einem repräsentativen Grabplatz oder bei einer öffentlich gestalteten Trauerfeier. Wer auf der Suche nach etwas ganz Besonderem ist, findet im Bereich der Künstlerurnen zahlreiche beeindruckende Angebote.

Preisunterschiede nach Material: Holz, Keramik, Metall und mehr

Das Material einer Urne beeinflusst nicht nur die Optik und Haptik, sondern ist auch ein wesentlicher Kostenfaktor. Urnen aus Holz – etwa Eiche, Kiefer oder Walnuss – gelten als warm und natürlich. Sie sind meist im Bereich von 150 bis 300 Euro angesiedelt und eignen sich sowohl für die Aufstellung in der Trauerhalle als auch für Friedhofs- oder Waldbeisetzungen.

Keramikurnen sind robust, elegant und in vielen Farben und Formen erhältlich. Sie kosten durchschnittlich 180 bis 350 Euro. Diese Modelle kommen häufig bei Feuerbestattungen zum Einsatz, bei denen die Urne auf einem traditionellen Grab beigesetzt wird.

Metallurnen, etwa aus Edelstahl oder Bronze, sind besonders langlebig und werden gern für Beisetzungen auf dem Friedhof oder in Kolumbarien (Urnenwände) verwendet. Je nach Design kosten sie 200 bis 400 Euro.

Sehr hochwertige Modelle aus Marmor, Glas oder speziellen Verbundstoffen können deutlich teurer sein – hier steigen die Gesamtkosten auf 500 Euro und mehr.

Die Wahl des Materials sollte nicht nur dem eigenen Geschmack, sondern auch der geplanten Bestattungsart angepasst sein. Einige Friedhöfe oder Waldgebiete machen klare Vorgaben zur Beschaffenheit der Urne, etwa zur biologischen Abbaubarkeit oder Witterungsbeständigkeit.

Bio-Urnen und Naturmaterialien – was kosten umweltfreundliche Varianten?

Immer mehr Menschen legen Wert auf eine nachhaltige und umweltschonende Bestattung. Bio-Urnen sind dafür eine ideale Lösung: Sie bestehen aus natürlichen, vollständig abbaubaren Materialien wie Papier, Sand, Flüssigholz, Maisstärke oder Muschelkalk.

Diese Urnenarten sind besonders bei Wald- oder Naturbestattungen gefragt – also dort, wo die Asche in einem biologischen Prozess in den natürlichen Kreislauf übergehen soll. Preislich bewegen sich Bio-Urnen zwischen 120 und 250 Euro.

Beispiele sind die Bio Urne Blütenmeer, die mit echten Trockenblumen verziert ist, oder Muschelkalkmodelle mit maritimen Motiven. Viele dieser Urnen bieten trotz ihres schlichten Auftritts einen hohen emotionalen Wert – vor allem, wenn sie auf Wunsch bemalt oder mit einer persönlichen Widmung versehen sind.

Wichtig: Für eine Beisetzung im Wald sind in der Regel nur solche abbaubaren Urnen erlaubt. Prüfen Sie daher vor dem Kauf, ob die gewählte Urne den jeweiligen Vorschriften am Ort der Beisetzung entspricht. Ihr Bestatter kann Sie hierbei unterstützen und Ihnen passende Formen und Varianten empfehlen.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Urne am besten zu Ihrer Situation passt, ist eine gute Beratung oder ein unabhängiger Preisvergleich hilfreich. Auch Stiftung Warentest und andere Verbraucherportale geben regelmäßig Tipps zum Vergleich von Bestatterleistungen und Fremdleistungen wie Urnenkauf. Die richtige Urne muss nicht teuer sein – aber sie sollte zu Ihnen, dem Verstorbenen und der gewählten Bestattungsform passen.

Personalisierung und künstlerische Gestaltung – wie viel kosten individuelle Anfertigungen?

Wenn Sie der Urne eine ganz persönliche Note verleihen möchten, stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Besonders beliebt sind künstlerische Gestaltungen die einen Bezug zu der verstorbenen Person haben. Solche individuellen Kreationen kosten in der Regel zwischen 30 und 150 Euro, je nach Aufwand und Technik. Auch Symbole, Fotos oder besondere Farben können die Urne zu einem einzigartigen Erinnerungsstück machen.

Einige Bestatter oder Onlineanbieter haben hierfür fertige Kataloge, andere arbeiten mit Künstlern zusammen. Achten Sie dabei darauf, ob die individuelle Gestaltung bereits im Urnenpreis enthalten ist oder als Fremdleistung separat berechnet wird. Gerade bei Schmuckurnen und Designerstücken ist Personalisierung oft inklusive. Ob schlicht oder kunstvoll – mit einer liebevollen Gestaltung tragen Sie dazu bei, die Asche des Verstorbenen würdevoll und individuell aufzubewahren.

Urne für Zuhause oder Friedhof: Gibt es preisliche Unterschiede?

In Deutschland gilt grundsätzlich die sogenannte Friedhofspflicht – das heißt: Die Beisetzung der Asche des Verstorbenen muss in der Regel auf einem Friedhof, in einem Kolumbarium oder in einem zugelassenen Bestattungswald erfolgen. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa in Bremen oder in anderen Ländern, wo eine Aufbewahrung zuhause erlaubt ist. In Rheinland-Pfalz gibt es seit September 2025 ein neues Bestattungsgesetz, welches den Angehörigen viele Möglichkeiten und Freiheiten gibt. Je nach Ort können sich dadurch auch die Anforderungen an die Urne ändern.

Für eine private Aufbewahrung genügt oft eine einfachere, leichtere Urne, während bei einer Friedhofsbeisetzung oft robuste Materialien wie Metall, Keramik oder witterungsbeständiges Holz gefragt sind. Preislich kann das einen Unterschied machen – zwischen 100 € und 300 € sind üblich. Klären Sie die Vorschriften vorher mit Ihrem Bestatter, um die passende Form und Qualität zu wählen.

Was ist im Preis einer Urne in der Regel enthalten?

Beim Kauf einer Urne sollten Sie darauf achten, was tatsächlich im angegebenen Preis enthalten ist – denn das kann je nach Anbieter stark variieren.

In vielen Fällen ist eine schlichte Aschekapsel inklusive, also das Gefäß, in dem die Asche des Verstorbenen aus dem Krematorium übergeben wird. Auch ein einfacher Tragebeutel oder Verschlussmechanismus gehören oft dazu. Extras wie Gravuren, Farbauswahl oder ein besonderer Sockel sind dagegen meist kostenpflichtige Zusatzleistungen.

Manche Anbieter bieten Komplettsets an, andere rechnen Fremdleistungen separat ab. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie den Bestatter oder vergleichen Sie gezielt Angebote – ein transparenter Preisvergleich hilft, Überraschungen zu vermeiden und ein stimmiges Gesamtpaket zu finden.

So vergleichen Sie Urnenpreise seriös und sinnvoll

Ein guter Preis ist nicht alles – aber bei der Wahl der richtigen Urne lohnt sich ein genauer Blick auf die Leistungen. Achten Sie beim Vergleich darauf, ob der Preis die Aschekapsel, eine individuelle Gestaltung, Versandkosten oder eine besondere Verpackung beinhaltet. Einige Bestatter bieten Komplettpakete an, andere berechnen einzelne Posten separat als Fremdleistungen. Auch Online-Shops oder spezialisierte Anbieter im Katalog führen eine große Auswahl an Urnen, oft mit detaillierten Infos zu Material, Verarbeitung und Bestattungsart.

Vergleichen Sie außerdem, ob die Urne für den geplanten Ort der Beisetzung zugelassen ist – z. B. für den Friedhof, die Urnenwand oder eine Waldbeisetzung. Und: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Sie haben das Recht, sich zu informieren und Angebote zu prüfen. So treffen Sie eine Entscheidung, die sowohl in Qualität als auch Preis überzeugt.

Ureen Fakten

Fazit: Kosten transparent verstehen und mit gutem Gefühl entscheiden

Die passende Urne ist eine sehr persönliche Entscheidung – und sollte sowohl zum Verstorbenen als auch zu Ihren eigenen Vorstellungen und dem geplanten Ort der Beisetzung passen. Ob schlicht, kreativ, ökologisch oder kunstvoll: Für jedes Budget gibt es passende Varianten.

Wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen, Angebote prüfen und die Kostenfaktoren verstehen. So behalten Sie den Überblick über die Gesamtkosten und treffen eine Entscheidung, mit der Sie und Ihre Angehörigen sich wohlfühlen können – würdevoll und transparent.

FAQ

Was kostet eine Urne im Durchschnitt?

Die Preise für Urnen bewegen sich je nach Material, Design und Anbieter meist zwischen 150 € und 300 €. Günstige Modelle gibt es schon ab 100 €, während exklusive Schmuckurnen auch deutlich mehr kosten können.

Wie viel kostet eine Beerdigung mit Verbrennung?

Die Gesamtkosten einer Feuerbestattung inklusive Einäscherung, Urne, Beisetzung, Bestatterleistungen und eventueller Friedhofsgebühren liegen in Deutschland meist zwischen 4.500 € und 8.000 €.

Was beeinflusst die Preise für Urnen?

Die Preise hängen von Material, Form, Herkunft und Zusatzleistungen wie Gravuren ab. Auch der Ort der Beisetzung spielt eine Rolle.

Was ist günstiger, Urne oder Sarg?

In der Regel ist eine Urne deutlich günstiger als ein Sarg, was sich auch auf die gesamten Bestattungskosten auswirkt – insbesondere, wenn keine aufwendige Trauerfeier oder Erdbestattung geplant ist.

Welche Urne für welche Bestattung? Ein Ratgeber für Angehörige

20.09.2025 von Janet

Die passende Urne ist für viele Angehörigen ein sensibles Thema – schließlich geht es um einen letzten Abschied und die Erinnerung an einen geliebten Verstorbenen. Gleichzeitig stehen Angehörige oft vor einer Vielzahl an Fragen: Welche Urne passt zur gewünschten Bestattungsform? Was ist beim Material zu beachten? Und welche Regeln gelten eigentlich in Deutschland? Lesen Sie hier mehr zu dem neuen Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz!

Die Auswahl ist groß: von klassischen Bestattungsurnen über moderne Bio Urnen bis hin zu künstlerisch gestalteten Modellen aus Holz, Keramik oder Metall. Dazu kommt, dass je nach Art der Bestattung – ob Feuerbestattung, Seebestattung, oder die Urnenbeisetzung im Wald – ganz unterschiedliche Vorgaben gelten.

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen einen verständlichen Überblick geben und Ihnen helfen, die richtige Wahl zu treffen. Ob Sie gerade mitten in der Planung sind oder sich einfach frühzeitig informieren möchten – hier finden Sie Antworten, Beispiele, Hinweise zur Friedhofspflicht und ein Gefühl für die Vielfalt der Möglichkeiten in der heutigen Bestattungskultur.

Urne Kerzen Blumen

Warum die Bestattungsart Einfluss auf die Urnenwahl hat

Die Bestattungsform spielt eine zentrale Rolle bei der Auswahl der passenden Urne – das liegt vor allem an den gesetzlichen Vorgaben und praktischen Anforderungen, die mit der jeweiligen Beisetzung verbunden sind. Möchten Sie zum Beispiel eine Urnenbestattung auf einem Friedhof, gelten oft andere Regeln als bei einer Beisetzung im Wald oder auf See.

Für eine Seebestattung ist eine Urne aus biologisch abbaubarem Material vorgeschrieben, die sich im Wasser vollständig auflöst. Auch bei Naturbestattungen im Wald müssen biologisch abbaubare Urnen verwendet werden.

Bei der Beisetzung in einer Urnenwand oder einem Kolumbarium hingegen darf die Urne auch aus haltbaren Materialien wie Metall oder Keramik bestehen. Die richtige Urne hängt also nicht nur vom Geschmack oder Preis ab, sondern auch davon, was im jeweiligen Rahmen erlaubt ist – Ihr Bestatter hilft Ihnen hier gern weiter.

Urnenmaterialien im Überblick: Holz, Keramik, Metall & Bio-Material

Urnen gibt es heute in einer beeindruckenden Auswahl – sowohl was das Design als auch das Material betrifft. Ob klassisch oder modern, schlicht oder künstlerisch gestaltet: Für nahezu jeden Wunsch und jede Bestattungsart finden Sie das passende Modell. Besonders beliebt sind Urnen aus Holz, Keramik oder Metall.

Holzurnen strahlen eine warme, natürliche Ästhetik aus und eignen sich gut für Erdbestattungen, sofern sie biologisch abbaubar sind. Keramikurnen überzeugen durch ihr edles Erscheinungsbild und werden gern in Urnenwänden verwendet. Metallurnen hingegen sind robust, langlebig und ideal für eine dauerhafte Aufbewahrung.

Daneben gibt es auch Bio Urnen aus Materialien wie Salz, Papier oder Maisstärke – perfekt für Naturbestattungen oder Seebestattungen. Die Auswahl hängt nicht nur vom Preis oder Design ab, sondern auch davon, welche Urne im Rahmen der gewünschten Bestattungskultur erlaubt ist.

Unterschied bei Urnen

Die richtige Urne für eine Feuerbestattung

Bei einer Feuerbestattung wird die Asche des Verstorbenen nach der Kremation in eine Aschekapsel gefüllt. Diese ist in der Regel Bestandteil jeder Urnenbestattung und wird anschließend in eine sogenannte Überurne eingesetzt. Diese äußere Urne darf in Material, Farbe und Form frei gewählt werden – solange sie zu den Regeln der geplanten Beisetzung passt.

Für eine Urnenbeisetzung auf dem Friedhof gibt es oft konkrete Vorgaben, vor allem wenn die Urne ins Erdreich kommt. Dann sind biologisch abbaubare Urnen aus Holz oder Bio-Materialien wie Zellulose empfehlenswert. Erfolgt die Beisetzung in einer Urnenwand, können Sie sich auch für eine langlebige Keramik- oder Metallurne entscheiden. Auch künstlerische Modelle sind möglich. Lassen Sie sich von einem Bestatter oder aus dem Urnensortiment inspirieren – hier gibt es viele Varianten und Formen

Welche Urne eignet sich für eine Erdbestattung?

Für eine klassische Urnenbeisetzung im Erdgrab – dem sogenannten Urnengrab – ist es wichtig, dass die Urne aus einem biologisch abbaubaren Material besteht. Schließlich soll sich das Gefäß im Laufe der Jahre vollständig zersetzen und in den natürlichen Kreislauf übergehen. Besonders gut geeignet sind hier Urnen aus Holz, ungebrannter Ton oder spezielle Bio Urnen aus gepresstem Naturmaterial.

In vielen Friedhöfen gibt es feste Regeln, die das Material und manchmal sogar das Design der Urne betreffen. Ein Blick in das örtliche Angebot oder ein Gespräch mit dem Bestatter kann hier Klarheit schaffen. Die Auswahl reicht vom schlichten Modell bis zur dekorativen Variante – erlaubt ist, was sich mit den Friedhofsvorschriften vereinbaren lässt. Auch der Preis spielt natürlich eine Rolle, doch auch bei günstigeren Modellen finden Sie hochwertige, biologisch abbaubare Urnen.

Urnen für See­bestattungen – was ist erlaubt?

Wenn Sie eine Seebestattung in Betracht ziehen, ist die Auswahl der Urne besonders wichtig. Hier gelten strenge Regeln: Die Urne muss vollständig wasserlöslich und aus biologisch abbaubarem Material gefertigt sein – häufig bestehen diese Modelle aus Muschelkalk, Sand oder Zellulose. Das Ziel ist, dass sich die Urne nach der Beisetzung im Meer innerhalb kurzer Zeit vollständig auflöst. Eine Schmuckurne oder eine Urne aus Metall oder Keramik ist für diese Bestattungsform nicht erlaubt.

Die Beisetzung der Urne erfolgt in speziellen, von den Behörden freigegebenen Seegebieten. Begleitet wird sie oft von einem feierlichen Abschied an Bord. Das Urnensortiment für Seebestattungen ist kleiner, aber dennoch vielfältig – es gibt Modelle in unterschiedlichen Formen und dezenten Farben, die dem Rahmen der maritimen Zeremonie gerecht werden und eine würdevolle Erinnerung schaffen.

Welche Urne passt zu einer Naturbestattung?

Für eine Natur- oder Waldbestattung, wie sie zum Beispiel in einem Friedwald oder Ruheforst stattfindet, sind ausschließlich biologisch abbaubare Urnen zugelassen. Diese bestehen meist aus Holz, Papier, Naturharz oder gepressten Pflanzenfasern. Ziel ist es, dass sich die Urne im Boden des Waldes auf natürliche Weise auflöst – ganz ohne Rückstände. Der Friedhof liegt hier wortwörtlich mitten in der Natur, und das macht diese Bestattungsform für viele Menschen besonders reizvoll.

Die Auswahl an Urnenmodellen ist auch in diesem Bereich groß: Von schlichten Bio Urnen bis hin zu dekorativen Varianten mit Naturmotiven – erlaubt ist, was sich mit den Regeln des jeweiligen Waldgebietes vereinbaren lässt. Ihr Bestatter kennt die Vorgaben genau und hilft Ihnen bei der Wahl. Auch preislich gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich an den individuellen Wünschen orientieren.

Erinnerungsurnen und Urnen für zu Hause – was ist möglich?

Viele Menschen wünschen sich, die Asche des Verstorbenen in ihrer Nähe zu behalten – etwa im eigenen Zuhause oder im Garten. In Deutschland gilt allerdings eine gesetzliche Friedhofspflicht, die die private Aufbewahrung nur in Ausnahmefällen erlaubt. Eine der wenigen Ausnahmen ist das Bundesland Bremen, wo die Beisetzung auf dem eigenen Grundstück unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist. Als Alternative gibt es sogenannte Erinnerungsurnen oder Mini-Urnen – ideal als persönliches Andenken.

Auch Schmuckurnen oder kleine Gefäße zur Aufbewahrung eines Ascheanteils sind möglich. Diese dürfen allerdings nicht offiziell als Beisetzungsurne genutzt werden. In jedem Fall gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Bestatter, wenn Sie eine Urne für zu Hause in Betracht ziehen. Er kennt die aktuellen Regeln und zeigt Ihnen passende Varianten aus dem Urnensortiment.

Künstlerische und individuelle Urnen: Wenn die Persönlichkeit im Mittelpunkt steht

Eine Urne kann weit mehr sein als nur ein schlichtes Gefäß zur Aufbewahrung der Asche – sie kann auch ein Ausdruck der Persönlichkeit des Verstorbenen sein. Künstlerisch gestaltete Urnen bieten die Möglichkeit, eine ganz individuelle Form der Erinnerung zu schaffen.

Die individuellen Urnen werden von Künstlern von Hand bemalt. Auch ausgefallene Farben und Designs sind möglich – etwa mit Naturmotiven oder einem Porträt.

Fazit: Welche Urne für welche Bestattung? So treffen Sie die richtige Wahl

Am Ende zählt, dass die Urne sowohl zu den Wünschen des Verstorbenen als auch zur gewählten Bestattungsform passt. Ob klassische Urnenbestattung, Seebestattung, Naturbeisetzung im Wald oder die Aufbewahrung zu Hause – jede Art hat ihre Besonderheiten und Regeln. Achten Sie bei der Auswahl auf das passende Material, etwa biologisch abbaubare Urnen für Erd- oder Naturbestattungen oder robuste Varianten für eine Urnenwand. Auch das Design darf gern individuell sein, denn die Urne ist ein wichtiger Bestandteil des Abschieds und der Erinnerung. Lassen Sie sich Zeit bei der Wahl – und holen Sie sich Unterstützung beim Bestatter, wenn Fragen offenbleiben.

FAQ

Bei der Wahl einer passenden Urne tauchen oft ganz ähnliche Fragen auf. Damit Sie schnell Klarheit bekommen, haben wir die wichtigsten Punkte hier für Sie zusammengefasst:

Welche Urne für Erdbestattung?

Für eine Erdbestattung müssen Sie eine Urne aus biologisch abbaubarem Material wie Holz oder Zellulose wählen – das ist auf vielen Friedhöfen in Deutschland Pflicht.

Ist in der Urne auch die Asche vom Sarg?

Nein, die Asche des Sarges wird beim Kremationsprozess getrennt entsorgt. In der Urne befindet sich ausschließlich die Asche des Verstorbenen in einer Aschekapsel.

Welche Urne darf in die Erde?

Zugelassen sind Urnen, die sich im Erdreich vollständig zersetzen – am besten biologisch abbaubare Urnen aus Naturmaterialien.

Welche Arten von Urnen gibt es?

Die Auswahl ist groß: von klassischen Schmuckurnen über Bio Urnen bis zu kunstvoll gestalteten Einzelstücken aus Holz, Keramik oder Metall – passend für jede Bestattungsart und jeden Wunsch.

Was passiert im Krematorium?

19.09.2025 von Janet

Die Einäscherung eines nahestehenden Verstorbenen steht bevor, und die Fragen türmen sich neben der Trauer in Ihrem Kopf. Wir bieten Hilfe, und beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Einäscherung von Menschen.  In dem folgenden Beitrag erfahren Sie unteranderem welche Voraussetzungen für die Einäscherung erfüllt werden müssen, wie die Einäscherung abläuft, wie lange sie dauert und wie viel eine Kremation kostet.

Key Fakten rund um die Einäscherung im Krematorium

  • Einäscherung ist notwendig für eine Feuer-, Wald oder Seebestattung
  • Zwischen dem Tod und der Einäscherung müssen mindestens 48 Stunden liegen
  • Einäscherung dauert 90 Minuten (abhängig von Größe und Gewicht des Verstorbenen)
  • Die Temperatur beträgt 1200 Grad Celsius
  • Eine Kremation ohne Sarg ist nicht möglich
  • Persönliche Gegenstände wie Fotos, Zeichnungen, Briefe können mit verbrannt werden
  • Die Asche nach der Kremation hat ein Gewicht von 3 Kilo, inklusive Sarg (abhängig von Größe und Gewicht des Verstorbenen)
  • Für eine Kremation muss eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen (Kremationsverfügung wenn man es vor dem Tod bereits festlegen möchte) bzw. des Bestattungspflichtigen vorliegen

Was sind die Voraussetzungen für eine Einäscherung?

Die Einäscherung findet im Krematorium statt und darf erst nach 2 Leichenschauen durchgeführt werden, damit die Todesursache eindeutig und zweifelsfrei geklärt werden kann. Nach einer Kremation wäre die Feststellung nicht mehr möglich. In Deutschland herrscht eine Sargpflicht, das heißt Verstorbene dürfen nur im Sarg transportiert, beerdigt und verbrannt werden. Somit ist es nicht erlaubt und möglich den Verstorbenen ohne Sarg einzuäschern. Die Gründe hinter dieser Sargpflicht sind zum einen die Würde eines Menschen zu wahren, die Hygiene sowie auch der Sauerstoffanteil im Sarg. Dieser bietet in der Zeit bis zur Einäscherung optimale Bedingungen für die Verwesung.

Kremation - feuerbestattung

Ablauf einer Einäscherung

Wie lange dauert eine Einäscherung?

  1. Der Verstorbene wird von dem Bestatter abgeholt
  2. Der Bestatter führt die hygienische Grundversorgung durch: waschen, ankleiden, einbetten
  3. Der Verstorbene wird zum Krematorium gebracht
  4. Eine Abschiednahme kann am Sarg stattfinden vor der Kremation beim Bestatter oder im Krematorium
  5. Die 2. Leichenschau findet statt, um die zweifelsfreie Todesursache feststellen zu können
  6. Der Kremationsofen wird auf ca. 850 Grad Celsius vorgeheizt, und wird im Kremationsprozess bis zu 1200 Grad Celsius heiß. Damit sind die Temperaturen in einem Krematorium höher als bei einem einfachen Feuer
  7. Nach ungefähr 90 Minuten ist die Einäscherung beendet, die genaue Zeit ist von Größe und Gewicht des Verstorbenen abhängig
  8. Neben dem Sarg liegt bei jeder Kremation ein Schamottenstein mit Identifikationsnummer, sodass eine Verwechslung nach der Kremation ausgeschlossen werden kann
  9. Nach der Einäscherung bleibt Asche mit Knochenteilen und Zähnen über, welche dann in einem sogenannten Kremulator zermahlen werden
  10. Die Asche wird in eine Aschekapsel gefüllt und diese wird versiegelt. Anschließend werden Name des Verstorbenen, Geburts-, Sterbe- und Kremationsdatum, sowie die Einäscherungsnummer und den Namen des Krematoriums eingeprägt
  11. Die Asche wird in eine Aschekapsel gefüllt, an den Bestatter übergeben, und kann in eine ausgewählte Schmuckurne meinst auch einfach Urne genannt, gelegt werden
  12. Die Abschiednahme an der Urne findet anschließend beim Bestatter, der Trauerhalle des Friedhofs oder am Grab statt
  13. Für Bestattungen in Bestattungswäldern werden spezielle Bio-Urnen verwendet, die notwendigen biologisch abbaubare Aschekapseln sind mittlerweile Standard in deutschen Krematorien
Holzurne mit Kordeldekoration

Kosten einer Einäscherung

Wie viel kostet eine Einäscherung ohne Bestattungskosten?

Eine Einäscherung kann 250-600€ kosten. Die Preise können von Region zu Region unterschiedlich sein. Die Kühlung und Aufbewahrung des Sarges, die Kremation an sich, die Aufbewahrung und Übergabe der Urne sind in dem Preis mit inbegriffen. Die Kosten für den Verbrennungssarg, auch Kremationssarg oder Einäscherungssarg genannt, wiederum nicht. Die Verbrennungssärge sind normalerweise ganz schlicht, haben keine Verzierungen, Schnitzereien oder Griffe. Es wird eine günstige Holzart wie Pappel, Kiefer oder Fichte für den Bau verwendet. Daher kosten diese Särge mit ungefähr 200€ nicht so viel wie die Bestattungssärge. Auch die Kosten der Aschekapsel kommt noch hinzu, welche ungefähr 20€ kostet.  Zu diesen Kosten kommen noch die Kosten für die Beerdigung hinzu.

Was bleibt übrig, wenn ein Mensch verbrannt wird?

Da der menschliche Körper zu 75% aus Wasser besteht, fängt er zu Beginn im Einäscherungsofen auszutrocknen. Die hohen Temperaturen lassen anschließend alle Weichteile und Muskeln des Körpers verdampfen und verbrennen. In der letzten Phase des Einäscherungsprozesses verkalken die Knochen in dem Ofen.  Nach der Kremation ist nicht, wie es sich oft vorgestellt wird, nur feiner Staub übrig. Knochenteile und Zähne sind noch vorhanden und zu erkennen. Ein sogenannter Kremulator, quasi eine Mühle, verarbeitet die Reste dann zu feinem Sand, der Asche.

Doch was passiert mit der Seele während der Einäscherung?

Was passiert mit Zahngold bei der Einäscherung?

Gold schmilzt bei circa 1000 Grad, somit schmilzt das Zahngold. Es ist nach der Kremation allerdings noch gut zuerkennen. Es wird (öffentlich) kaum darüber gesprochen, wie oft das Zahngold mit in die Urne kommt, die Hinterbliebenen danach fragen oder wie viele Krematorien es einbehalten. Rechtlich gesehen ist es nach der Kremation „herrenlos“. Laut Aneignungsrecht hätten allerdings die Erben oder Hinterbliebenen das Recht das Zahngold zu erhalten. Das Krematorium selbst hätte demnach erst ein Recht darauf es zu behalten, wenn die Hinterbliebenen es nicht haben wollen.

In der Praxis ist es grundlegend so, dass die Verstorbenen testamentarisch verfassen müssen, dass ihr Zahngold den Erben vermacht wird, ansonsten kann und darf das Krematorium es behalten. Viele Krematorien spenden den Erlös des Zahngoldes für wohltätige Zwecke.

Darf ich die Asche mit nach Hause nehmen?

In Deutschland ist es grundlegend nicht erlaubt die Urne mit nach Hause zu nehmen. Es gibt aber ein neues Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz, welches neue Freiheiten mit sich bringt – lesen Sie hier mehr dazu. Sie muss nach der Abschiednahme auf dem Friedhof bestattet werden, oder aber in dem Kolumbarium, in der Urnenwand oder Urnenstele beigesetzt werden. In Nachbarländern wie den Niederlanden oder Tschechien ist es allerdings erlaubt die Urnen mit der Asche der Liebsten mit nach Hause zu nehmen. Es gibt somit Möglichkeiten und Wege die Urne auch in Deutschland mit zu sich nach Hause zu nehmen.

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Urne selber bauen – Möglichkeiten, Materialien & emotionale Bedeutung

07.08.2025 von Janet

Der Tod eines geliebten Menschen ist ein tiefer Einschnitt. Für manche Menschen entsteht in dieser Zeit der Wunsch, mehr zu tun als nur zu organisieren. Etwas mit den eigenen Händen zu schaffen – nicht als Ablenkung, sondern als bewusster Teil des Abschieds. Die Idee, eine Urne selbst zu bauen, gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung.

Sie entspringt nicht nur dem Wunsch nach Individualität, sondern auch dem Bedürfnis, aktiv teilzuhaben. Statt eine fertige Urne zu kaufen, wird selbst gestaltet, geformt und erinnert. Aus einem Stück Holz, einem Bogen Papier oder einem schlichten Behältnis entsteht etwas Persönliches – ein Unikat für einen einzigartigen Menschen.

Auch bei Mementi Urnen ist die Idee der persönlichen Gestaltung ein zentrales Element. Neben fertigen Urnen bietet das Unternehmen zum Beispiel kreative Urnenmalsets an, mit denen eine individuelle Gestaltung zu Hause möglich wird – ohne Vorkenntnisse, aber mit viel Gefühl.

Warum überhaupt eine Urne selber bauen?

Eine Urne ist mehr als ein Behältnis für die Asche. Sie wird zur letzten Hülle, zum sichtbaren Symbol der Verbundenheit. Wer sich entscheidet, eine Urne selbst zu bauen, tut das meistens aus einem sehr persönlichen Antrieb. Vielleicht, weil der oder die Verstorbene selbst kreativ war. Vielleicht, weil das handwerkliche Tun Halt gibt, wenn Worte fehlen.

Für manche ist es ein Akt der Dankbarkeit. Für andere eine Art, den Tod begreifbarer zu machen. In jedem Fall ist es ein bewusster Schritt, der den Abschied intensiviert – auch, weil dabei Zeit entsteht. Zeit, in der die Trauer Raum bekommt.

Nicht jeder kann – aber viele dürfen

Eine Urne selber zu bauen ist keine Frage von Talent. Es geht nicht um perfekte Formen, sondern um Ausdruck. Auch einfache Modelle aus Holz, Ton oder Papier können berühren, wenn sie mit Liebe gemacht wurden. Wer sich unsicher ist, ob die selbstgebaute Urne den formalen Anforderungen genügt, kann sich an den Bestatter oder direkt an einen Anbieter wie Mementi Urnen wenden. Denn in vielen Fällen ist auch eine Kombination möglich: Eine schlichte Bio-Urne wird zur Basis, die anschließend individuell gestaltet wird – mit Farbe, Stoff, Fundstücken oder Schriftzügen.

Gestaltung als Familienprojekt

In einigen Fällen wird die Gestaltung der Urne zur Aufgabe, die mehrere Menschen gemeinsam angehen. Kinder bemalen eine Urne, Partner gestalten sie mit Erinnerungsstücken. Auch im Rahmen von Trauergruppen oder Abschiedsvorbereitungen werden solche Projekte begleitend angeboten. Eine Urne selbst zu gestalten, kann so auch Verbindung schaffen – in einer Zeit, in der vieles auseinanderfällt.

Urnen Malset Urne bemalen

Materialien und Möglichkeiten – was ist machbar?

Eine Urne lässt sich grundsätzlich aus unterschiedlichen Materialien bauen. Wichtig ist vor allem die Stabilität, die Umweltverträglichkeit und die Eignung für die jeweilige Bestattungsform. Gerade bei Erdbestattungen von Urnen spielt die biologische Abbaubarkeit eine große Rolle.

Besonders geeignet sind:

  • Holz – warm, natürlich, handwerklich gut bearbeitbar
  • Papier – für kreative, leichte Modelle, vor allem bei Bio-Urnen
  • Ton oder Keramik – eher für geübte Hände oder Werkstätten
  • Stoff und Naturmaterialien – als dekorative Ergänzung oder Ummantelung
  • Recycelte Materialien – für nachhaltige, symbolstarke Einzelstücke

Wer eine Aschekapsel einsetzt, kann bei der Gestaltung freier sein. Die Kapsel schützt die Asche, während die äußere Form als Schmuckurne funktioniert. Diese Trennung ermöglicht kreative Freiheit – und vereinfacht den Bauprozess deutlich.

Gesetzliche Vorgaben und Maße

In Deutschland wird die Asche eines Verstorbenen in der Regel in einer versiegelten Aschekapsel beigesetzt. Diese hat eine genormte Größe, die in die äußere Schmuckurne passen muss. Die Überurne – also das, was sichtbar ist – kann individuell gestaltet sein, solange sie die Aschekapsel sicher aufnimmt. Maße und Anforderungen lassen sich bei Bestattern oder Anbietern wie Mementi Urnen problemlos erfragen.

5 kreative Materialien zur individuellen Urnengestaltung:

  1. Massivholz – klassisch und langlebig, ideal zum Schnitzen oder Gravieren
  2. Papiermaché – leicht, formbar, besonders bei Bio-Urnen beliebt
  3. Treibholz oder Naturholzstücke – symbolträchtig, ideal für Wald- oder Seebestattungen
  4. Keramikmasse – für plastische Formen, gut geeignet bei Workshop-Arbeiten
  5. Leinen, Filz oder Seide – als Hülle oder Dekoration, oft kombiniert mit Naturmaterialien

Mit diesen Materialien lässt sich nicht nur gestalten – sie erzählen auch Geschichten. Ein Stück Holz aus dem Garten des Verstorbenen, getrocknete Blüten aus einem Hochzeitsstrauß oder ein Stoffrest mit Bedeutung: All das macht die Urne zu einem Teil der gelebten Geschichte.

Workshops, Begleitung, Anleitung – wie gelingt der Bau?

Eine Urne selber zu bauen ist ein emotionaler und handwerklicher Prozess. Viele Menschen entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für Unterstützung beim Bauen – sei es in Form von professionellen Anleitungen oder durch Workshops mit Tischlern oder anderen Experten, die das Thema mit Einfühlungsvermögen begleiten. Solche Angebote gibt es inzwischen deutschlandweit. Sie richten sich an Einzelpersonen, Paare oder Familien – oder auch an Gruppen, die gemeinsam trauern.

Oft werden diese Workshops von Bestattern, Künstlerinnen oder Kulturzentren angeboten. Dort wird nicht nur technisch unterstützt, sondern auch Raum für Austausch geschaffen. Das gemeinsame Gestalten hilft, den Tod als Teil des Lebens anzunehmen – nicht abstrakt, sondern ganz konkret.

Der Bau als Teil des Abschiednehmens

Wer sich aktiv mit dem Bau einer Urne auseinandersetzt, nimmt damit oft bewusst Abschied. Es ist kein distanzierter Vorgang. Im Gegenteil: Das Berühren der Materialien, das Nachdenken über Form, Farbe und Symbole ist ein zutiefst persönlicher Weg, sich einem Verlust zu nähern.

In solchen Momenten verändert sich auch der Blick auf die Urne selbst. Sie ist nicht mehr nur ein Gefäß – sie wird zum Ausdruck von Nähe, Erinnerung und Dankbarkeit. Manche Teilnehmer beschreiben diesen Prozess als heilsam. Andere als anstrengend, aber wichtig.

Alternativen bei Mementi Urnen

Nicht jeder hat die Möglichkeit, eine Urne selbst zu bauen. Und nicht jeder möchte es. Auch dafür gibt es stimmige Wege: Mementi Urnen bietet hochwertige Schmuckurnen, die mit Malsets individuell gestaltet werden können – allein, in der Familie oder im Rahmen eines kreativen Abschiedsnachmittags. Diese Möglichkeit verbindet persönliche Gestaltung mit der Sicherheit eines fertigen Produkts, das alle Anforderungen erfüllt.

Urnen Malset mit Urne und bunten Farben

Was bedeutet Selbstgestaltung für die Trauer?

Eine Urne zu gestalten ist ein sichtbarer, greifbarer Teil des Trauerns. Wer den Mut hat, sich darauf einzulassen, schafft nicht nur ein Objekt, sondern auch einen Raum – für Gedanken, Erinnerungen, vielleicht sogar für einen Dialog mit dem Verstorbenen. In einer Zeit, in der vieles sprachlos macht, ist das ein kraftvoller Schritt.

Nicht selten entstehen beim Bau kleine Rituale: Ein Wort wird eingeritzt, eine bestimmte Farbe gewählt, ein Symbol gemalt. All das trägt zur persönlichen Trauerbewältigung bei. Die Urne wird so nicht nur zum Aufbewahrungsort der Asche, sondern zum greifbaren Ausdruck der Beziehung – und zum Teil des Abschiedes.

Nähe durch Handwerk

Es ist etwas anderes, eine Urne zu berühren, die man selbst geschaffen hat. Selbst, wenn sie nicht perfekt ist. Vielleicht gerade dann. Das Material fühlt sich vertraut an, die Linien erzählen vom Moment, in dem sie entstanden sind. Der Tod bleibt schmerzhaft – aber die Gestaltung wird zu einem Teil, der trägt.

Für viele ist das auch ein Weg, sich dem Thema Tod überhaupt zu nähern. Besonders Kinder oder Jugendliche erleben durch das Mitgestalten, dass Trauer Ausdruck finden darf – nicht nur in Worten, sondern auch in Formen, Farben und Dingen.

Fazit: Gestalten heißt Abschied nehmen

Eine Urne selber zu bauen ist ein Projekt, das zählt: Es ist eine Möglichkeit, die letzte Reise eines Menschen aktiv mitzugestalten – mit Händen, mit Herz, mit Erinnerung. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Verbindung.

Ob aus Holz, Papier oder mit einem Urnenmalset von Mementi Urnen – wer eine Urne selbst gestaltet, schafft etwas Bleibendes. Für sich, für andere, für einen geliebten Menschen. Und genau darin liegt die Kraft dieses Weges: Er erlaubt es, im Tun Abschied zu nehmen.

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